Notfallservice

Was gilt als Notfall rund um das Fahrzeug
Ein Notfallservice für Fahrzeuge ist für Lagen gedacht, in denen sofort gehandelt werden muss und ein Warten bis zum nächsten Werktag keine Option ist. Dazu gehört ein Unfall, nach dem das Auto nicht mehr fahrbereit ist oder nicht mehr bewegt werden sollte. Ebenso zählt eine Panne an einer gefährlichen Stelle dazu, etwa in einer unübersichtlichen Kurve, in einem Tunnel, auf einer Brücke oder auf dem Pannenstreifen der Autobahn. Und schliesslich ist auch ein Fahrzeug, das in der Nacht liegen bleibt, ein Notfall, weil Garagen geschlossen sind und die Sicherheit im Dunkeln schnell abnimmt. Gemeinsam ist diesen Fällen, dass ein Fahrzeug an einem Ort steht, an dem es weder bleiben kann noch aus eigener Kraft wegkommt.
Der Unterschied zu einem geplanten Auftrag liegt in der Dringlichkeit und im Umfeld. Bei einer vereinbarten Überführung steht das Fahrzeug an einem sicheren Ort, Termin und Ziel sind bekannt und niemand ist in Gefahr. In einer Notlage steht das Auto dagegen häufig im oder direkt neben dem fliessenden Verkehr, die Sicht ist schlecht, es regnet oder schneit, und die Insassen sind aufgeregt. In solchen Momenten kommt es darauf an, dass jemand den Anruf rasch annimmt, die Lage richtig einschätzt und klare, verständliche Anweisungen gibt, bevor über Technik oder Kosten gesprochen wird. Ruhe am Telefon hilft dabei, die nächsten Minuten geordnet anzugehen.
Wichtig ist die klare Abgrenzung zu den Rettungsdiensten. Unser Einsatz betrifft ausschliesslich das Fahrzeug: Sichtbarmachen der Einsatzstelle, Bergung, Verladen und Abtransport. Medizinische Versorgung, Brandbekämpfung und polizeiliche Aufgaben gehören nicht dazu und können von uns nicht übernommen werden. Sind Menschen verletzt, rufen Sie zuerst die Sanität unter 144 oder den europäischen Notruf 112 an. Bei Feuer, Rauch oder auslaufendem Treibstoff ist die Feuerwehr unter 118 zuständig, die Polizei erreichen Sie unter 117. Erst wenn diese Stellen informiert sind, kümmern wir uns um das Auto und darum, dass es die Strasse so bald wie möglich verlässt.
Wann ist die Hilfe rund um die Uhr erreichbar
Notlagen halten sich nicht an Öffnungszeiten. Deshalb ist der Notfallservice an jedem Tag des Jahres zu jeder Stunde erreichbar, also auch an Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen. Unter +41 79 752 68 81 nehmen wir Anrufe auch mitten in der Nacht entgegen. Für Sie bedeutet das, dass Sie nicht erst herausfinden müssen, welcher Betrieb gerade Bereitschaft hat oder ob eine Garage einen Pikettdienst anbietet. Sie wählen eine einzige Nummer und sprechen direkt mit einer Person, die den Einsatz organisiert. Gerade wenn der Puls hoch ist, erspart das langes Suchen im Internet.
In der Nacht ist eine Panne gefährlicher als am Tag. Die Sicht ist eingeschränkt, andere Verkehrsteilnehmende erkennen ein stehendes Fahrzeug später, und auf unbeleuchteten Landstrassen fällt ein dunkles Auto kaum auf, besonders wenn die Batterie schwach ist und die Beleuchtung nachlässt. Hinzu kommt, dass öffentliche Verkehrsmittel oft nicht mehr fahren und die meisten Garagen bis zum Morgen geschlossen bleiben. Ein liegengebliebenes Fahrzeug in der Nacht ist deshalb ein typischer Fall für einen sofortigen Einsatz, auch wenn der eigentliche Defekt klein ist, etwa eine leere Batterie, ein defekter Pneu oder ein Problem mit der Elektronik. Wer unsicher ist, ob die eigene Lage als Notfall gilt, ruft besser einmal zu früh an als zu spät.
An Wochenenden und Feiertagen sind viele Fahrzeuge auf längeren Strecken unterwegs, auf dem Weg in die Ferien, zu Verwandten oder zurück nach Hause. Eine Panne trifft dann oft Personen, die weit vom Wohnort entfernt sind, die Umgebung nicht kennen und keine vertraute Garage in der Nähe haben. Ein voll beladener Kofferraum, Kinder auf dem Rücksitz oder ein Haustier machen die Situation zusätzlich anspruchsvoll. Für solche Notfälle ist der Notfallservice in Zürich, Aargau und Solothurn ebenso im Einsatz wie in Luzern, Zug, Schwyz und Obwalden, in Basel-Landschaft und Basel-Stadt sowie in Schaffhausen, Thurgau und St. Gallen.
Wie läuft der Anruf im Notfall ab
Am Anfang steht ein kurzes, strukturiertes Gespräch. Zuerst fragen wir, ob jemand verletzt ist und ob Sie und Ihre Mitfahrenden sich bereits an einem sicheren Ort befinden. Ist das nicht der Fall, erhalten Sie zuerst Hinweise zu Ihrer eigenen Sicherheit, und bei Verletzten verweisen wir auf die Notrufnummern, bevor es um das Fahrzeug geht. Danach klären wir den Standort so genau wie möglich: Strasse und Ortschaft, auf der Autobahn die Fahrtrichtung, die letzte Ausfahrt oder die Zahl auf der nächsten Kilometertafel, im Tunnel dessen Name und die ungefähre Position. Je präziser diese Angaben sind, desto zielgerichteter verläuft die Anfahrt.
Im zweiten Teil des Gesprächs geht es um das Fahrzeug und die Art des Schadens. Wir fragen nach Marke, Modell und Antrieb, ob sich das Auto noch rollen oder lenken lässt, ob Flüssigkeiten austreten, ob Airbags ausgelöst wurden und ob Teile auf der Fahrbahn liegen. Bei einem Elektro- oder Hybridfahrzeug ist der Hinweis auf den Antrieb besonders wichtig, weil davon die Art des Verladens abhängt. Auch ein Anhänger oder eine Dachbox gehört zu den Angaben, weil beides das Verladen verändert. Wenn es die Lage erlaubt, schicken Sie uns per WhatsApp an dieselbe Nummer Ihren Live-Standort und ein oder zwei Fotos. Damit lässt sich die Situation oft besser einschätzen als mit einer langen Beschreibung am Telefon.
Zum Abschluss erfahren Sie, wie es weitergeht: welches Ziel für das Fahrzeug in Frage kommt, wovon die Kosten abhängen und womit Sie bei der Ankunft ungefähr rechnen können. Eine feste Ankunftszeit sagen wir nicht zu, weil Distanz, Verkehr, Witterung und andere Einsätze den Zeitpunkt beeinflussen. Ändert sich Ihre Lage, etwa weil Sie den Standort aus Sicherheitsgründen wechseln müssen oder weil weitere Fahrzeuge betroffen sind, rufen Sie einfach erneut an. Ein guter Notfallservice bleibt während der gesamten Wartezeit erreichbar, damit Rückfragen in beide Richtungen ohne Umweg möglich sind.
Was tun Sie, bis der Abschleppwagen eintrifft
Die Wartezeit ist bei einer Panne oft die gefährlichste Phase. Schalten Sie sofort die Warnblinkanlage ein, auch bei Tageslicht. Ziehen Sie die Leuchtweste noch im Fahrzeug an, damit Sie beim Aussteigen von anderen gesehen werden, und steigen Sie wenn möglich auf der Seite aus, die vom Verkehr abgewandt ist. Achten Sie auf Ihre Mitfahrenden, besonders auf Kinder, und nehmen Sie Haustiere an die Leine, bevor die Türe geöffnet wird. Bleibt das Fahrzeug innerorts an einer übersichtlichen Stelle stehen, ist die Lage meist weniger kritisch als ausserorts oder auf der Autobahn, die Grundregeln gelten trotzdem.
Das Pannendreieck gehört in deutlichem Abstand hinter das Fahrzeug: ausserhalb von Ortschaften auf mindestens 50 Meter, auf Autobahnen auf mindestens 100 Meter. Tragen Sie es beim Gehen gut sichtbar vor dem Körper und bewegen Sie sich so weit wie möglich am Rand der Fahrbahn. Auf der Autobahn verlassen alle Personen den Pannenstreifen und warten hinter der Leitplanke, nicht im Auto und nicht direkt daneben. Ist das Aufstellen wegen dichten Verkehrs oder fehlender Ausweichmöglichkeit zu gefährlich, hat Ihre eigene Sicherheit Vorrang vor dem Dreieck.
Unternehmen Sie an einer gefährlichen Stelle keine Reparaturversuche und schieben Sie das Fahrzeug nicht über mehrere Fahrspuren. Riechen Sie Benzin, sehen Sie Rauch oder bildet sich eine Lache unter dem Auto, halten Sie Abstand und alarmieren Sie die Feuerwehr unter 118. Bei Kälte ziehen Sie warme Kleidung an, statt im Fahrzeug zu warten, sofern dieses auf der Fahrbahn oder dem Pannenstreifen steht. Halten Sie das Telefon griffbereit und den Ton eingeschaltet, damit der Fahrer Sie bei der Anfahrt erreichen kann, falls er den Standort genauer bestätigen muss. Gehen Sie dem Abschleppwagen nicht auf der Fahrbahn entgegen, sondern warten Sie an Ihrem sicheren Platz.
Worauf ist beim Abtransport und bei den Kosten zu achten
Nach dem Eintreffen verschafft sich der Fahrer zuerst einen Überblick und macht die Stelle für den übrigen Verkehr gut erkennbar. Dann wird entschieden, wie das Fahrzeug verladen wird. Steht es auf der Fahrbahn und rollt noch, wird es meist direkt auf die Ladefläche gezogen. Ist es von der Strasse abgekommen, muss es zuerst auf festen Untergrund zurückgeholt werden. Bei verunfallten Fahrzeugen werden lose Teile wie Stossfänger oder Verkleidungen gesichert oder separat mitgenommen, damit unterwegs nichts herunterfällt. Ein Elektroauto mit beschädigter Batterie wird erst bewegt, wenn keine Anzeichen von Hitze oder Rauch bestehen; im Zweifel entscheidet die Feuerwehr.
Wohin das Fahrzeug gebracht wird, bestimmen Sie. In Frage kommen Ihre Garage, Ihr Wohnort oder ein anderer vereinbarter Ort, an dem das Auto abgestellt werden darf. Liegt der Pannenort weit von zu Hause entfernt, ist auch ein Transport über eine grössere Distanz möglich, denn neben dem Notfallservice gehören schweizweite und internationale Transporte zum Angebot. Lässt sich vor Ort zeigen, dass der Schaden gering ist, kann statt eines Abtransports auch die Pannenhilfe oder der Reifendienst 24/7 die passendere Lösung sein. Ob ein Personenwagen, ein Lieferwagen, ein Motorrad oder ein Wohnmobil betroffen ist, spielt ebenfalls eine Rolle, weil Gewicht und Abmessungen bestimmen, wie das Fahrzeug auf die Ladefläche kommt. Schlüssel und Fahrzeugausweis gehen mit auf die Fahrt, damit die Garage das Auto ohne Rückfrage übernehmen kann.
Die Kosten hängen von Fahrzeug, Distanz, Uhrzeit und Aufwand ab. Ein Einsatz in der Nacht, an einem Sonntag oder an einem Feiertag, eine aufwendige Bergung aus einem Graben oder ein langer Transportweg wirken sich auf den Betrag aus. Pauschale Preise nennen wir deshalb nicht, sondern geben Ihnen am Telefon eine Auskunft, sobald die Eckdaten bekannt sind. Ein seriöser Notfallservice legt offen, wie sich der Preis zusammensetzt, damit Sie in einer ohnehin belastenden Situation nicht mit unklaren Forderungen konfrontiert werden. Fühlen Sie sich nach einem Unfall nicht in der Lage, alle Fragen zu beantworten, genügen zunächst Standort und Fahrzeug; der Rest lässt sich später klären.
Bringen Sie sich in Sicherheit und rufen Sie uns an – Tag und Nacht, auch an Feiertagen.
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an, wir beantworten sie gerne am Telefon.
Ist der Akku knapp, sollte der erste Anruf den wichtigsten Punkten gelten: Ihrem Standort, der Frage, ob jemand verletzt ist, und der Art des Fahrzeugs. Bei Verletzten hat der Anruf bei 144 oder 112 Vorrang vor allem anderen. Schalten Sie danach Funktionen ab, die viel Strom verbrauchen, etwa Navigation, Bluetooth oder eine hohe Bildschirmhelligkeit. Eine geladene Powerbank im Handschuhfach ist für solche Fälle Gold wert. Auf Autobahnen stehen ausserdem in regelmässigen Abständen Notrufsäulen, über die Sie ebenfalls Hilfe anfordern können, ohne ein eigenes Telefon zu brauchen. Sagen Sie uns gleich zu Beginn, dass Ihr Akku fast leer ist. Dann wird das Gespräch auf das Nötigste beschränkt, und Sie bleiben länger für eine kurze Rückfrage des Fahrers erreichbar.
Ist die Polizei bereits vor Ort oder wurde sie aufgeboten, richtet sich der Ablauf an der Unfallstelle nach ihren Anweisungen. Sie entscheidet zum Beispiel, wann die Fahrbahn wieder freigegeben wird und ob ein Fahrzeug für Abklärungen vorerst an seiner Position bleiben muss. Unser Fahrer verlädt das Auto erst, wenn die Polizei dies erlaubt, und stimmt sich mit den Einsatzkräften über die Absicherung ab. Für Sie heisst das: Informieren Sie uns beim Anruf, dass die Polizei da ist oder erwartet wird, dann lässt sich die Anfahrt besser planen. Fragen zur rechtlichen Seite eines Unfalls, zu Protokollen oder zur Schuldfrage können wir nicht beantworten; dafür sind die Polizei, Ihre Versicherung oder eine Rechtsberatung die richtigen Ansprechpartner.
Bleibt ein Auto im Ausland liegen und soll es nicht dort repariert werden, kann ein Rücktransport in die Schweiz organisiert werden, denn internationale Transporte über die Landesgrenze hinaus gehören zu unseren Leistungen. Ein solcher Transport ist in der Regel kein Sofort-Einsatz, sondern wird geplant. Meist wird das Fahrzeug zuerst vor Ort von einem lokalen Pannendienst oder einer Garage gesichert und abgestellt. Danach klären wir mit Ihnen Abholort, Zielort in der Schweiz, Fahrzeugdaten und mögliche Termine. Halten Sie dafür Angaben zum genauen Standort, zur Kontaktperson am Abstellort und zum Zustand des Fahrzeugs bereit. Die Kosten richten sich nach Distanz, Fahrzeug und Aufwand und werden vor der Abholung telefonisch besprochen.
Für jede Person im Fahrzeug sollte eine Leuchtweste vorhanden sein, am besten im Fahrgastraum und nicht im Kofferraum, damit sie vor dem Aussteigen angezogen werden kann. Das Pannendreieck gehört an einen Platz, an den Sie auch bei vollem Kofferraum rasch herankommen. Nützlich sind ausserdem eine Taschenlampe, eine warme Decke oder Jacke, Handschuhe und ein Ladekabel für das Telefon. Auch der Fahrzeugausweis sollte im Auto sein, weil er bei der Übergabe gebraucht wird. Speichern Sie die Nummer +41 79 752 68 81 im Telefon ab, damit Sie sie im Ernstfall nicht suchen müssen. Ein kleiner Zettel mit den Notrufnummern 117, 118, 144 und 112 hilft Mitfahrenden, die mit den Nummern in der Schweiz nicht vertraut sind.
Der Anruf muss nicht von der Person kommen, deren Fahrzeug liegen geblieben ist. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn die betroffene Person kein Netz, einen leeren Akku oder Mühe mit der Sprache hat und deshalb Angehörige, Bekannte oder der Arbeitgeber anrufen. Wichtig ist dann, dass Sie den Standort möglichst genau kennen und eine Telefonnummer angeben, unter der die Person vor Ort erreichbar ist. Ebenso sollten Fahrzeugart, Ziel und die Frage geklärt sein, wer den Einsatz bezahlt. Fragen Sie die betroffene Person auch, ob jemand verletzt ist; in diesem Fall ist zuerst der Notruf 144 oder 112 zu verständigen. Sobald der Auftrag erteilt ist, halten wir den Kontakt mit der Person am Fahrzeug, damit die Übergabe reibungslos klappt.